Jeder der in Deutschland einen Hund hält, ist verpflichtet die sog. Hundesteuer an den Staat zu zahlen. Sie wird auch als sog. Luxussteuer betitelt. Sie kann aber nicht als Abgabe für etwaige Beseitigungen von Hundekot auf öffentlichen Straßen angesehen werden, sondern dient dazu die Anzahl der Haushalte mit Tierhaltung in Deutschland zu begrenzen. Mit heutzutage etwa fünf Millionen Hundehalter in Deutschland scheint dies jedoch nicht erfolgreich durchgesetzt worden. Über die Höhe dieser Steuer entscheidet jede Gemeinde selbständig; woraus demnach die unterschiedlich hohen Steuern zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden resultieren. Besitzt jemand mehrere Hunde, so gilt hier ein speziell gestaffelter Steuersatz. Für den zweiten Hund wird die Hundesteuer oftmals sogar verdoppelt.

Selbstverständlich entfällt für Hunde, die wegen einer Behinderung benötigt werden, die Hundesteuer.

Die Steuerpflicht beginnt mit einer Frist von zwei Wochen, die mit der Anschaffung des Tieres beginnt. Der Steuerzahler bekommt bei erfolgreicher Anmeldung eines Steuermarke für dessen Hund per Post zugesandt. Diese muss gemäß den einzelnen Hundesteuersatzungen in der Öffentlichkeit sichtbar getragen werden.

Regelmäßig endet die Steuerpflicht natürlich entweder mit dem Tod oder der Abschaffung des Haustieres. Enden kann diese auch mit dem Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde. Jedoch beginnt die Steuerpflicht in der neuen Gemeinde oder Stadt von Neuem. Der Tierhalter gibt die alte Steuermarke an das Steueramt seiner ehemaligen Gemeinde zurück und benennt gleichzeitig seine neue Wohnanschrift diesem.

Etwaige Verstöße gegen diese Bestimmungen der Hundesteuersatzungen können als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße sanktioniert werden. Eine Strafbarkeit des Hundehalters wegen Steuerhinterziehung nach § 370 der Abgabenordnung ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Ermäßigungen oder Befreiungen von der Hundesteuer möglich sein. In welchen Fällen dies möglich ist, kann auf dem Steueramt erforscht werden. Regelmäßig lohnt es sich dort nachzufragen um möglicherweise jedoch nur in seltenen Fällen die Steuer umgehen zu können.

In bestimmten Fällen kann die Hundesteuer aber auch auf Antrag ermäßigt werden. Dies ist unter anderen dann der Fall,

  • der Hund des Halters einen Begleit- oder Teamtest abgelegt haben;
  • der eine Jagdgebrauchshundprüfung abgelegt haben;
  • wenn der Halter des Tieres um einen einkommensschwach ist;
  • wenn die Hunde zu Zuchtzwecken gehalten werden;
  • wenn es sich bei den Tieren um Wachhunde handelt, die 200 Meter von der letzten Ortsbebauung entfernt gehalten werden.

Ein vollständiger Erlass der Hundesteuer ist nur in Ausnahmefällen möglich. Etwaige Sozialhilfeempfänger oder ihnen in vermögensrechtlicher Hinsicht gleichgestellte Personen können davon betroffen sein.

Anfrage

Fragen oder Anregungen zum Hunderecht?

Kontaktieren Sie uns!