Bei der Scheidung zweier Ehepartner ist zunächst fest zu stellen, wem das Haustier eigentlich gehört. Die Rechtslage ist hier einfach, wen der Hund einen der beiden Partner von vornherein zugeordnet werden kann. Denn wenn einer der beiden den Hund schon in die Ehe mitgebracht hat, so dürfte er diesen auch bei Scheidung behalten.

Schwieriger wird die ganze Sache, wenn der Hund während der Ehe von den Partnern gemeinsam angeschafft wurde.

Erfolgt zwischen beiden Parteien unweigerlich keine Einigung, so ist es die Aufgabe des Familiengerichts auf Antrag einer der beiden Parteien über den Verbleib des Tieres zu entscheiden. Denn auch Hunde gehören gemäß der „Hausratsverordnung“ zum Hausrat.

Nach billigem Ermessen, sowie den Umständen des Einzelfalls ist der gemeinsame Hausrat zweckmäßig und gerecht aufzuteilen. Regelmäßig wird der zuständige Familienrichter bei der gerichtlichen Entscheidung wohl die einzelnen Umstände berücksichtigen, um zu einem entsprechenden Ergebnis zu gelangen.

Der Hund sollte nicht aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen werden. Auch zeitliche Aspekte müssen gegeben sein. Der entsprechende Partner muss genügend Zeit für das Tier ausbringen können. Aufgrund dessen wird das Tier meist auch denen zugesprochen, die entweder von zu Hause aus arbeiten können, halbtags arbeitet oder aber auch die Möglichkeit hat, den Hund zur Arbeit mitzunehmen.

Ein gesetzlicher Anspruch auf ein etwaiges Umgangsrecht über den Hund oder etwaige Unterhaltszahlungen besteht nicht. Die Möglichkeit, dass dem einen Partner jedoch ein solches Umgangrecht von einem Gericht zugesprochen wird, besteht. Es erscheint jedoch sinnvoll sich untereinander auch im Sinne des Hundes friedlich zu einigen, um miteinander eine sinnvolle Regelung für den Umgang mit dem Haustier zu finden.

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