Wer sich entscheidet, seinen Hund nun mit in den Urlaub zu nehmen, sollte sich im Voraus erkundigen, welche Bestimmungen im jeweiligen Reiseland gelten. Denn in einigen Ländern herrscht striktes Einreisverbot für Hunde bestimmter Rassen. Für den Zweifelsfall empfiehlt es sich, den Reispass des Hundes stets bei sich zu führen.

Sowohl die Leinen- und als auch Maulkorbpflicht gilt in einigen Ländern wie z.B. Italien und Portugal. Auch an Stränden, in Restaurants oder in öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen teils keine Hunde mitgeführt werden.

Auch für die Einreise in die jeweiligen Länder herrschen unterschiedliche Gesundheitsvorschriften. Die Möglichkeit sich vor der Einreise über die entsprechenden Regelungen der einzelnen Länder zu informieren, bieten sowohl die einzelnen Tierärzte, die Kreisveterinärämter oder ADAC.

Eine Tollwutimpfung eines jeden Hundes ist heutzutage Voraussetzung für dessen Einreise. Die Tollwutimpfung muss zum Reisezeitpunkt mindestens 30 Tage alt sein wobei in einigen Ländern 28 Tage genügen. Allerdings darf sie nicht älter alt ein Jahr sein. Auch andere Impfungen können je nach Land erforderlich sein. Alle dafür erforderlichen Schutzimpfungen müssen generell durch ein aktuelles Gesundheitszeugnis vom Amtstierarzt oder einen internationalen Impfausweis nachgewiesen werden.

Der seit dem Jahr 2004 bestehende EU-Heimtierausweis erleichtert den Reiseverkehr mit Hunden innerhalb der EU. Alle Reisenden, die mit dem Auto unterwegs sind, sind überall verpflichtet, für die ausreichende Sicherung des Hundes im Fahrzeug zu sorgen. Ideal hierfür sind Hundetransportboxen. Auch mit einem Hundesicherheitsgurt, einem Trenngitter oder- netz kann die Sicherheit des Tieres gewährleistet werden.

Etwaige Kontrollen in den einzelnen Ländern wie z.B. Spanien und Italien können bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften mit einer Geldbuße enden. Wer sich dafür entscheidet mit der Bahn zu reisen, muss sein Haustier während der Reise in einer Transportbox unterbringen. Leinen- und Maulkorbpflicht gelten entsprechend innerhalb der Bahn und an den Bahnhöfen.

Die Vorschriften der einzelnen Fluglinien variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Hunde dürfen teilweise mit in die Kabinen, wenn sie ein Gewicht von unter fünf Kilo haben. Alle anderen müssen während der Flugreise im Gepäckraum untergebracht werden. Für das Tier bedeutet dies im Einzelfall sehr viel Stress aufgrund des erheblichen Geräuschpegels welcher vor allem im Gepäckraum herrscht. Psychische und physische Schäden können hierbei nicht ausgeschlossen werden.

In Deutschland ist das Reisen mit dem Erlass der Landeshundeverordnungen und- gesetze komplizierter geworden. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regelungen in Bezug auf Maulkorb- und Leinenpflicht, Kennzeichnung des Hundes oder Haftpflichtversicherung. Aufgrund dieser Tatsache empfiehlt es sich, sich im Voraus eine Übersicht der einzelnen Länder zu verschaffen.

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