Auch beim letzten Gang des Haustieres stellt man sich oft die Frage, was denn nun mit dem toten Hund geschehen soll. Jeder Hundehalter ist gesetzlich dazu verpflichtet beim Tod seines Haustieres für die ordnungsgemäße Entsorgung des leblosen Tierkörpers zu sorgen.

Mit dem Inkrafttreten der Europäischen Verordnung VO 1774/2002 wurde das Recht der Tierkörperbeseitigung umfassend geändert. Das neue TierNebG regelt die Beseitigung von „nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte“. Schlachtabfälle oder verdorbene tierische Lebensmittel, verendete Tiere oder tote Haustiere können hierunter subsumiert werden.

Eine unschädliche Beseitigung dieser tierischen Nebenprodukte muss gewährleistet sein, um unter anderem das Auftreten einer Tierseuche oder dessen Verbreitung zu verhindern. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Menschen gegebenenfalls gefährdet.

Die toten Tiere sind regelmäßig in einer Tierbeseitigungsanstalt abzugeben. Der Hund wird dort meist vom Tierarzt eingeschläfert. Der Hundehalter ist jedoch nicht dazu verpflichtet, seinen verstorbenen Hund verstorbenen Hund in solch eine Tierbeseitigungsanstalt zu geben. Ihm stehen ebenso auch andere Alternativen beiseite.

Einzelne EU- Mitgliedsstaaten können gemäß der VO 1774/2002 nach Art. 24 das Vergraben der Haustiere für zulässig erklären. Von Bundesland zu Bundesland sind Gesetze erlassen, die dies erlauben. In Fällen in denen in dem besagten Bundesland kein Gesetz hierüber erlassen wurde, tritt das TierNebG mit dessen § 27 II und III ein, welches bundeseinheitlich regelt, dass das Verbrennen und Vergraben des toten Heimtieres erlaubt ist. Allerdings ist die Verbrennung des Tieres nur zulässig in einer dafür vorgesehenen Verbrennungsanlage.

Vorausgesetzt wird, dass der Tierkörper bis zur Verbrennung in deiner tierärztlichen Praxis oder einem Zwischenbehandlungsbetrieb gelagert wurde.

Das Vergraben des Haustieres ist nur gestattet auf den zugelassenen Tierfriedhöfen, die in vielen Orten mittlerweile errichtet worden sind. Der verstorbene Hund kann nach § 27 des TierNebG auch auf dem eigenen Grundstück vergraben werden, sofern in der Nähe kein Wasserschutzgebiet liegt. An öffentlichen Wegen und Plätzen ist das Vergraben von Hunden jedoch untersagt. Hinzu kommt hier des weiteren die Vorschrift, dass der leblose Körper des Tieres mindestens 50 cm unter dem Erdboden begraben werden muss. Wer seinen Hund im Wald oder freien Gelände begräbt, muss mit einer Strafe rechnen, da dieses strengstens untersagt ist. Die Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen bis zu 20.000 Euro geahndet werden kann.

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