Natürlich darf ein Hund bellen.

Die Polizeiverordnung der Stadt Radolfzell am Bodensee und viele anderen Städte und Gemeinden regeln folgendes:

„Lärm durch Tiere: Tiere, insbesondere Hunde, sind so zu halten, dass niemand durch anhaltende tierische Laute mehr als nach den Umständen unvermeidbar gestört wird.“

Das kann man eigentlich verstehen. Das eigentliche Problem hat Kurt Tucholsky aber so umschrieben: „Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.“

Viele Gerichtsentscheidungen befassen sich nun mit dem Hundegebell. Ein bekanntes Urteil bereits aus dem Jahre 1987 regelt:

„Mehr als eine halbe Stunde anhaltendes Bellen täglich oder länger als zehn Minuten dauerndes Bellen in den Zeiten von 13.00 bis 15.00 Uhr und von 19.00 bis 8.00 Uhr ist der Nachbarschaft nicht zuzumuten (OLG Hamm, 22 U 265/87)“

Dagegen wird eingewandt, man könne dem Hund wohl keine Armbanduhr umschnallen, damit dieser die korrekten Bellzeiten kenne.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat dann 1993 (9 U 111/93) weniger auf die Zeiteinhaltung  abgehoben, sondern: "Die Beschränkung des Bellens auf genaue Zeiten ist durch den Hundehalter nicht steuerbar und käme deshalb einem völligen Verbot der Hundehaltung gleich."

Ich habe da einen ganz einfachen praktikablen Tip: Gehe mit Deinem Hund solange spazieren, bis er zum Bellen zu müde ist!

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