Täglich bekomme ich Anfragen zum Hunderecht.

Heute einmal ein interessantes Thema: "ich habe nun eine sehr banale Frage: Wie weit darf ich gehen, um meinen Hund vor einem Menschen zu schützen? Ich habe zwei Hunde und bin mal mehr und mal weniger mit der Ablehnung anderer Menschen konfrontiert, ich reagiere darauf, indem ich mir nichts zu schulden kommen lasse und dafür sorge, dass niemand durch meine Tiere zu Schaden kommt. Nun kam es allerdings zu einem sehr hässlichen Zwischenfall. Eine Frau beanstandete meine Hundeführung und war extrem dominant und absolut aggressiv aufgetreten. Ich befürchtete das Schlimmste!

Mache ich mich strafbar, sollte es zu einem Handgemenge kommen? Die andere Sache wäre natürlich, dass ich nicht weiß, wie meine Hunde darauf reagieren. Meine Tiere sind definitiv nicht aggressiv oder bissig, dennoch liegt es in ihrer Natur, ihren Menschen zu beschützen. Muss ich mir alles gefallen lassen?"

Soweit die Anfrage. Natürlich kann ich das Problem nur mal grundsätzlich aufzeigen. Deshalb auch mein Karatebeispiel. Auf meiner Facebookseite dürft ihr gerne weiter zu diesem Thema posten.

Die Antwort:

"Es ist schon einige Zeit her, da war ich aktiv im Karate und auch in der baden-württembergischen Landesliga- also mit anderen Worten durchaus gefährlich für andere. Bei Karate lernt man, Konflikte zu vermeiden und eher abzuhauen. Denn wenn man in eine unausweichliche Situation kommt, dann scheppert es gewaltig.

Die Frau kann Ihnen gar nichts. Mögliche Ordnungswidrigkeiten sind Aufgabe der Ortspolizeibehörde (Ordnungsamt). Selbstjustiz gibt es bei uns nicht. Sie haben schon erlebt, dass es genügend Hundehasser gibt. Deshalb am Besten alles richtig machen. Nehmen Sie die Hunde, wenn es sein muss an die Leine, vermeiden Sie Raufereien mit anderen, nehmen Sie den Kot mit und unterbinden Sie erzieherisch unnötiges Bellen.

Als Tierhalterin sind Sie für alles verantwortlich, was der Hund anrichtet (Tierhalterhaftung ohne eigenes Verschulden). Wie weit Sie gehen dürfen? Vergessen Sie es! Allenfalls mal in einer gerechtfertigten Notwehrsituation - die gibt es aber so gut wie nicht. Also in Ihrem Fall, zukünftig besser die Fliege machen. Wer schreit hat unrecht! Die Frau hätte sich am meisten geärgert, wenn Sie einfach weitergegangen wären. So mache ich es jedenfalls."

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