Das Landgericht Köln hat entschieden,

(LG Köln vom 04.02.2010 - 6 S 269/09), dass der Vermieter auch dann frei entscheiden darf, ob er eine Hundehaltung in einer Mietwohnung gestatten will, wenn er in der Wohnanlage bereits andere Hunde geduldet hat. Im Mietrecht gebe es keinen Anspruch auf Gleichbehandlung aller Mieter.

Der Vermieter verlangte die Abschaffung des Hundes, da dieser die Wohnanlage verunreinigt hätte.

Die Haltung des Hundes innerhalb der Mietwohnung stellt eine vertragswidrige Nutzung der Wohnung dar, wenn die nach dem Mietvertrag erforderliche vorherige Zustimmung des Vermieters zur Hundehaltung nicht eingeholt wurde.

Bei Formularmietverträgen kann ein generelles Verbot der Hundehaltung unzulässig sein (BGH 20.03.2013 - VIII 168/12). Im Einzelfall muss bei einem formularmäßigen Hundeverbot eine Abwägung zwischen den Interessen des Vermieters, den Interessen der Hausgemeinschaft und des Mieters stattfinden. Die verbreitete Meinung, dass kleine Hunde immer erlaubt sind, stimmt nicht. Kleinere Hunde haben allenfalls in dieser Abwägung größere Chancen.

Verantwortungsvolle Hundehalter schaffen sich ohne Zustimmung des Vermieters keinen Hund an. Wenn als Beispiel auch der kleine Hund in der Nachtzeit fortgesetzt die anderen Mieter aus dem Schlaf reisst, ist er weg! Wo kommt dann der Hund hin? Angebunden am Autobahnparkplatz, ersäuft im Fluss, abgeschoben ins Tierheim?

Also lässt man sich unter "Besondere Vereinbarungen" im Mietvertrag vom Vermieter am Besten handschriftlich bestätigen: Hundehaltung erlaubt. Andernfalls mit dem Hund des Nachbarn Gassi gehen.

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